Vivax: Die leichtesten E-Bikes kommen aus Wörgl in Tirol

Wörgl (Tirol, 2. April 2019) – Innovative Technik made in Tirol: Die leichtesten E-Bikes der Welt kommen aus Wörgl und bringen nur 10,3 Kilo auf die Waage. Vorteil für den Radler: Es gibt keinen Unterschied zu einem normalen Mountainbike oder Rennrad – weder vom Handling und Gewicht, noch von der Optik, da der Antrieb unsichtbar im Rahmen verbaut ist.

Von normalen Mountainbikes auch in puncto Gewicht und Handling nicht zu unterschieden: Die E-Bikes von Vivax Fotos: Vivax

„Unsere E-Bikes sind Sportgeräte, die genau dann Unterstützung liefern, wenn sie gebraucht wird, zum Beispiel bei steilen Bergpassagen, aber sich ansonsten nicht von anderen hochwertigen Mountainbikes oder Rennrädern unterscheiden“, erklärt Monika Schweitzer von Vivax. Kernelement ist ein Elektromotor, der im Rahmenrohr verbaut wird. Auch der Akku ist unsichtbar und wird entweder in der Satteltasche eines Mountainbikes versteckt oder als Trinkflasche getarnt am Rennrad eingebaut.

Kaum erkennbar als E-Bike: Der Elektroantrieb dieser Rennräder sitzt im Sattelrohr, der Akku in der Satteltasche.

Obwohl der Antrieb damit praktisch unsichtbar ist, kann sich die Leistung sehen lassen. 1200 Höhenmeter werden bei Volllast mit einer Akkuladung erreicht. Da die Räder über einen Freilauf verfügen, sind damit auch Tagestouren kein Problem. Wenn man in der Ebene und bergab auf den Einsatz des E-Motors verzichtet, rollt das Bike widerstandslos dahin. Ansonsten kann man auch einen zweiten Akku mitnehmen oder einen längeren Hüttenstopp zum Aufladen einlegen.

Firmengründer Karl Schweitzer mit den Geschäftsführern Monika Schweitzer und Dido Kopp

Startpunkt für Vivax war 2005 der Businessplanwettbewerb Adventure X der Tiroler Zukunftsstiftung. In der Jury saß damals der erfahrene Ingenieur und Unternehmer Karl Schweitzer. Er war sofort begeistert von der Idee eines Ultraleicht-Antriebes für Fahrräder. Nachdem die Entwickler zwar den Wettbewerb gewonnen hatten, aber ihr Projekt nicht weiter fortführen wollten, investierte Schweitzer viel Geld, Know-how und Erfindergeist in das Produkt, um es serienreif zu machen und im März 2006 auf den Markt zu bringen. Zeitgleich trat dann Tochter Monika Schweitzer in die Geschäftsleitung ein. Die Betriebswirtschaftlerin entwickelte eine klare Unternehmensstrategie und sorgte mit dem E-Bike auf der ISPO in München für Aufsehen. „Wir wurden Overall Winner des 14. BrandNew Awards, dem weltgrößten Jungunternehmer-Wettbewerb der Sportindustrie und waren daraufhin über Nacht in der Branche und in der Presse bekannt“, erinnert sich Monika Schweitzer.

Der Elektroantrieb wird unsichtbar im Sattelrohr verbaut

Im Mai 2008 stellte das junge Tiroler Unternehmen seinen Elektroantrieb auch als Nachrüstsatz vor. Somit können Kunden sich direkt in Wörgl den innovativen Elektromotor einbauen lassen, wenn bestimmte Kriterien, wie ein Mindestdurchmesser des Sattelrohrs, erfüllt sind.

Regelmäßig veranstaltet Vivax geführte Gratis-Testfahrten

„Unser Elektromotor ist der einzige Antrieb, der aufgrund des geringen Zusatzgewichtes und des ideal gewählten Schwerpunktes, sowie der Nutzung des Schaltgetriebes alle notwendigen Voraussetzungen für einen sinnvollen Einsatz bei sportiven Rädern vereint. Er schließt somit die Lücke zwischen einem klassischen E-Bike und einem Mountainbike“, so Monika Schweizer.

Blick in die Werkstatt von Vivax in Wörgl

Allerdings haben Innovation und Qualität ihren Preis. Der Nachrüstsatz liegt inklusive Einbau bei rund 3000 Euro, ein superleichtes E-Mountainbike oder E-Rennrad kostet ab 5000 Euro. „Natürlich ist das eine Investition, die man als Kunde durchdenken muss, deshalb bieten wir jeden Freitagnachmittag kostenlose und geführte Moutainbiketouren an, und zwar bei uns in Wörgl. Wir fahren dann zum Beispiel auf die Möslalm. Wer einmal auf einem Vivax-Bike gesessen ist, will nicht mehr absteigen“, versichert die Chefin der vivax drive GmbH & Co KG.

Die Firmenzentrale in Wörgl

Mehr Informationen unter www.vivax-assist.com